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Quartalszahlen: Plug Power steigert Umsatz in Q1 22 deutlich - Verluste ausgeweitet

© Plug Power© Plug Power

Latham, USA - Plug Power hat die Zahlen für das erste Quartal 2022 (Q1 22) veröffentlicht. Die Investoren reagieren enttäuscht, der Aktienkurs des RENIXX-Konzerns bricht ein.

Der Brennstoffzellen- und Wasserstoff-Spezialist Plug Power hat ersten Quartal 2022 die Umsätze im Vergleich zum Vorjahresquartal zwar deutlich gesteigert, gleichzeitig aber die Verluste erheblich ausgeweitet. Zu schaffen machen Plug Power die hohen Erdgaspreise, damit steigen auch die Kosten für die Wasserstoffproduktion deutlich.

Quartalsumsatz klettert um 96 Prozent, Kraftstoffgeschäft belastet

Plug Power hat den Gesamtumsatz des Konzerns im ersten Quartal um 96 Prozent auf 140,8 Millionen US-Dollar (Mio. USD) gesteigert (Q 1 21: 72 Mio. USD). Der größte Beitrag zum Gesamtumsatz stammt mit 108,85 Mio. USA (Q1 21: 46,8 Mio. USD) aus Brennstoffzellen-Systemen und damit verbundenen Infrastruktureinrichtungen bzw. verbundenem Equipment.

Trotz des Umsatzanstiegs hat Plug Power die Nettoverluste auf 156,5 Mio. USD deutlich ausgeweitet (Q1 21: - 60,7 Mio. USD). Pro Aktie ergibt sich auf Quartalsbasis damit ein Verlust von 0,27 USD, nach – 0,12 USD im Vorjahresquartal.

Zu schaffen machen Plug Power die Margen im Kraftstoffgeschäft, die weiterhin unter Druck stehen und aufgrund der gestiegenen Kosten für Wasserstoff im Zusammenhang mit den höheren Erdgaspreisen im Vergleich zum Vorjahr rückläufig waren.

Margen im Kraftstoffsegment bis 2023 unter Druck - Umsatzziele bestätigt - Kosten im Servicebereich sinken

Mit Blick auf den weiteren Geschäftsverlauf bestätigt Plug Power, dass die Margen auch im zweiten Quartal 2022 aufgrund des anhaltenden Anstiegs der Erdgaspreise weiterhin unter Druck stehen. Um einen Teil des Rohstoff- und Inflationsdrucks in naher Zukunft abzumildern, konzentriere man sich auf die Senkung der Logistikkosten und die Verbesserung der Systemeffizienz. Der Vorstand geht davon aus, dass sich das Margenprofil des Kraftstoffgeschäfts im Jahr 2023 schrittweise ändert und die Kosten für Wasserstoff um mehr als die Hälfte sinken werden, wenn die Plug Power Produktionsanlagen für grünen Wasserstoff in Betrieb gehen, so das Unternehmen.

Trotz des angespannten Marktumfeldes geht Plug Power davon aus, das Umsatzziel für 2022 von 900 bis 925 Mio. USD erreichen zu können. In der Regel mache das erste Halbjahr 30 Prozent des Gesamtjahresumsatzes aus, während der Umsatzanteil des zweiten Halbjahres bei 70 Prozent liege. Plug Power geht davon aus, dass sich diese Saisonalität auch 2022 fortsetzen wird. Bis 2025 soll der Umsatz auf 3 Mrd. USD anwachsen.

Plug Power konzentriere sich weiterhin auf die Erreichung des angekündigten Ziels, die Servicekosten pro Einheit in den nächsten 12 Monaten um 30 Prozent und bis Ende 2023 um 45 Prozent zu senken. Bereits jetzt sei eine deutliche Verbesserung der Servicemargen für Brennstoffzellensysteme und die dazugehörige Infrastruktur zu sehen. Dies sei eine direkte Folge der technologisch verbesserten GenDrive-Einheiten, die 2021 ausgeliefert wurden und die Servicekosten um 50 Prozent senken, was bis zum Jahresende zu ausgeglichenen Service-Margen führen könnte.

Aktie verliert an den ersten drei Handelstagen 30 Prozent

Die Aktie von Plug Power steht in dieser Handelswoche stark unter Druck, die Investoren verkaufen das Papier. An den ersten drei Handelstagen verliert der Kurs der Plug Power Aktie 30,2 Prozent auf einen Kus von 12,82 Euro (11.05.2022, Schlusskurs, Börse Stuttgart). Verglichen mit dem Schlusskurs des Vorjahrs hat sich der Wert der Aktie damit fast halbiert.


© IWR, 2022


12.05.2022

 



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