Nestlé setzt im Werk Biessenhofen auf Agri-Photovoltaik und Wärmepumpen zur Dekarbonisierung
Agri-Photovoltaik stärkt Eigenstromversorgung
Kern des Projekts ist eine Agri-PV-Anlage mit einer installierten Leistung von 4,5 MW auf einer Fläche von 4,74 Hektar. Realisiert wurde das Vorhaben gemeinsam mit dem Projektentwickler BayWa r.e..
Laut Nestlé kann die Anlage rechnerisch rund 25 Prozent des Strombedarfs des Werks decken. Ein Teil des erzeugten Solarstroms wird direkt vor Ort genutzt, insbesondere für den Betrieb von Wärmepumpen. Überschüssige Strommengen werden in das öffentliche Netz eingespeist.
Im Testmonat März konnte durch die Photovoltaik-Anlage bereits eine Einsparung von 14 Prozent des Werksstroms erreicht werden – obwohl die Anlage in dieser Phase noch gedrosselt lief und die Sonneneinstrahlung saisonbedingt gering war.
Doppelnutzung: Landwirtschaft und Energieerzeugung kombiniert
Das Konzept Agri-PV sieht am Standort Biessenhofen neben der Solarstromerzeugung die Nutzung der Fläche als Weide- und Futterfläche vor, einschließlich Heuerzeugung.
Damit verbindet das Konzept Stromerzeugung mit Tierhaltung und landwirtschaftlicher Produktion. Die Tiere profitieren von Schatten und Witterungsschutz, während die Bewirtschaftung mit landwirtschaftlichen Maschinen möglich bleibt.
„Unsere Cow PV Anlage macht sichtbar, wie sich Energieerzeugung und landwirtschaftliche Nutzung sinnvoll verbinden lassen. Dass wir heute die Inbetriebnahme feiern können, ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit Landwirt, Behörden und vielen Partnern – vom ersten Konzept bis zur Umsetzung vor Ort“, sagte Jörg Schmitt, Environmental & Sustainability Manager bei Nestlé.
Wärmepumpen treiben Elektrifizierung voran
Parallel zur Stromerzeugung setzt Nestlé auf die Elektrifizierung der Wärmeversorgung. Wärmepumpen nutzen industrielle Prozessabwärme und speisen die daraus erzeugte Nutzwärme in ein internes Wärmenetz ein.
Seit Juli 2024 ist eine erste Anlage in Betrieb, die Heißwasser mit rund 60 Grad Celsius bereitstellt. Weitere Systeme – auch für höhere Temperaturbereiche von bis zu 90 Grad Celsius – sind geplant. Ergänzend sorgen Wärmespeicher mit jeweils 100 m3 Kapazität für eine stabile Versorgung.
Mit den ersten beiden Wärmepumpen lassen sich laut Unternehmen jährlich mehr als 3.000 Tonnen CO2 einsparen. Gleichzeitig wird der Einsatz fossiler Energieträger wie Erdgas reduziert.
„Elektrifizierung und Sicherung der Energieversorgung sind zentrale Zukunftsaufgaben. Hier in Biessenhofen setzen wir diese ganz konkret und innovativ um: Wir erzeugen erneuerbare Energie direkt vor Ort, nutzen modernste Technologie und schaffen gleichzeitig spürbaren Mehrwert für die Region“, erklärte Alexander von Maillot, Vorstandsvorsitzender von Nestlé Deutschland.
Investition in Effizienz und Standortentwicklung
Nestlé investierte rund 3 Mio. Euro in das Projekt. Neben Klimaschutzaspekten zielt das Unternehmen auch auf eine langfristige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts.
„Energieeffizienz steht bei uns seit Jahren weit oben auf der Agenda“, sagte Werkleiter Frank Brinkmann. „Mit dem Einsatz von Solartechnik zeigen wir, wie Umwelt- und Kostenvorteile zusammengehen.“
Auch aus landwirtschaftlicher Sicht bietet das Konzept Vorteile. Landwirt Gerhard Metz verwies auf zusätzliche Einnahmen sowie positive Effekte für Tierwohl und Flächennutzung.
Beispiel für integrierte Energiewende in der Industrie
Das Projekt in Biessenhofen steht laut Nestlé exemplarisch für die zunehmende Verzahnung von Energieerzeugung, industrieller Nutzung und Landwirtschaft. Agri-Photovoltaik gilt dabei als Ansatz, Flächennutzungskonflikte zu reduzieren und zusätzliche Wertschöpfung zu generieren.
„Damit mehr solcher Projekte entstehen, brauchen wir vor allem Planungssicherheit und pragmatische Prozesse“, erklärte Stephan Schindele von BayWa r.e..
Mit der Kombination aus regionaler Stromerzeugung, Wärmepumpen und Abwärmenutzung gilt das Projekt am Standort Biessenhofen laut Nestlé als Beispiel für integrierte Energiekonzepte in der Industrie, die sowohl zur Dekarbonisierung als auch zur Erhöhung der Versorgungssicherheit beitragen.
Das Konzept Agri-PV sieht am Standort Biessenhofen neben der Solarstromerzeugung die Nutzung der Fläche als Weide- und Futterfläche vor, einschließlich Heuerzeugung.
Damit verbindet das Konzept Stromerzeugung mit Tierhaltung und landwirtschaftlicher Produktion. Die Tiere profitieren von Schatten und Witterungsschutz, während die Bewirtschaftung mit landwirtschaftlichen Maschinen möglich bleibt.
„Unsere Cow PV Anlage macht sichtbar, wie sich Energieerzeugung und landwirtschaftliche Nutzung sinnvoll verbinden lassen. Dass wir heute die Inbetriebnahme feiern können, ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit Landwirt, Behörden und vielen Partnern – vom ersten Konzept bis zur Umsetzung vor Ort“, sagte Jörg Schmitt, Environmental & Sustainability Manager bei Nestlé.
Wärmepumpen treiben Elektrifizierung voran
Parallel zur Stromerzeugung setzt Nestlé auf die Elektrifizierung der Wärmeversorgung. Wärmepumpen nutzen industrielle Prozessabwärme und speisen die daraus erzeugte Nutzwärme in ein internes Wärmenetz ein.
Seit Juli 2024 ist eine erste Anlage in Betrieb, die Heißwasser mit rund 60 Grad Celsius bereitstellt. Weitere Systeme – auch für höhere Temperaturbereiche von bis zu 90 Grad Celsius – sind geplant. Ergänzend sorgen Wärmespeicher mit jeweils 100 m3 Kapazität für eine stabile Versorgung.
Mit den ersten beiden Wärmepumpen lassen sich laut Unternehmen jährlich mehr als 3.000 Tonnen CO2 einsparen. Gleichzeitig wird der Einsatz fossiler Energieträger wie Erdgas reduziert.
„Elektrifizierung und Sicherung der Energieversorgung sind zentrale Zukunftsaufgaben. Hier in Biessenhofen setzen wir diese ganz konkret und innovativ um: Wir erzeugen erneuerbare Energie direkt vor Ort, nutzen modernste Technologie und schaffen gleichzeitig spürbaren Mehrwert für die Region“, erklärte Alexander von Maillot, Vorstandsvorsitzender von Nestlé Deutschland.
Investition in Effizienz und Standortentwicklung
Nestlé investierte rund 3 Mio. Euro in das Projekt. Neben Klimaschutzaspekten zielt das Unternehmen auch auf eine langfristige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts.
„Energieeffizienz steht bei uns seit Jahren weit oben auf der Agenda“, sagte Werkleiter Frank Brinkmann. „Mit dem Einsatz von Solartechnik zeigen wir, wie Umwelt- und Kostenvorteile zusammengehen.“
Auch aus landwirtschaftlicher Sicht bietet das Konzept Vorteile. Landwirt Gerhard Metz verwies auf zusätzliche Einnahmen sowie positive Effekte für Tierwohl und Flächennutzung.
Beispiel für integrierte Energiewende in der Industrie
Das Projekt in Biessenhofen steht laut Nestlé exemplarisch für die zunehmende Verzahnung von Energieerzeugung, industrieller Nutzung und Landwirtschaft. Agri-Photovoltaik gilt dabei als Ansatz, Flächennutzungskonflikte zu reduzieren und zusätzliche Wertschöpfung zu generieren.
„Damit mehr solcher Projekte entstehen, brauchen wir vor allem Planungssicherheit und pragmatische Prozesse“, erklärte Stephan Schindele von BayWa r.e..
Mit der Kombination aus regionaler Stromerzeugung, Wärmepumpen und Abwärmenutzung gilt das Projekt am Standort Biessenhofen laut Nestlé als Beispiel für integrierte Energiekonzepte in der Industrie, die sowohl zur Dekarbonisierung als auch zur Erhöhung der Versorgungssicherheit beitragen.
Nestlé investierte rund 3 Mio. Euro in das Projekt. Neben Klimaschutzaspekten zielt das Unternehmen auch auf eine langfristige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts.
„Energieeffizienz steht bei uns seit Jahren weit oben auf der Agenda“, sagte Werkleiter Frank Brinkmann. „Mit dem Einsatz von Solartechnik zeigen wir, wie Umwelt- und Kostenvorteile zusammengehen.“
Auch aus landwirtschaftlicher Sicht bietet das Konzept Vorteile. Landwirt Gerhard Metz verwies auf zusätzliche Einnahmen sowie positive Effekte für Tierwohl und Flächennutzung.
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Mit der Kombination aus regionaler Stromerzeugung, Wärmepumpen und Abwärmenutzung gilt das Projekt am Standort Biessenhofen laut Nestlé als Beispiel für integrierte Energiekonzepte in der Industrie, die sowohl zur Dekarbonisierung als auch zur Erhöhung der Versorgungssicherheit beitragen.
© IWR, 2026
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