Bund bereitet Rückzug aus Uniper vor – geordnete Reprivatisierung nach Krisenrettung 2022
Verstaatlichung 2022 nach Ausfall russischer Gaslieferungen
Grundlage war eine Entscheidung der Bundesregierung, nachdem Uniper infolge des Ausfalls russischer Gaslieferungen in massive wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten war. Die staatliche Beteiligung diente der kurzfristigen Sicherstellung der Energieversorgung und der Stabilisierung eines zentralen Betreibers kritischer Energieinfrastruktur. Damals hatte der Bund zunächst rund 93 Prozent der Anteile übernommen; durch spätere Zukäufe vom bisherigen Mehrheitsaktionär Fortum stieg der Staatsanteil auf rund 99 Prozent.
Die EU-Kommission genehmigte die Maßnahme beihilferechtlich und knüpfte sie an klare Auflagen: Der Bund ist verpflichtet, seine Beteiligung bis spätestens Ende 2028 auf maximal 25 Prozent plus eine Aktie zu reduzieren. Die staatliche Kontrolle ist damit von Beginn an als temporäre Stabilisierung ausgelegt gewesen.
Uniper-Rettung 2022 durch Kapitalerhöhung
Im Rahmen der Stabilisierung wurde Uniper im Dezember 2022 durch eine Kapitalerhöhung in Höhe von 8 Milliarden Euro gestützt. Diese wurde ausschließlich vom Bund gezeichnet. Der Bezugspreis lag bei 1,70 Euro je Aktie. Zusätzlich erwarb der Bund weitere Anteile vom bisherigen Mehrheitsaktionär Fortum.
Die Finanzierung erfolgte über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF). Die Mittel ersetzten zuvor gewährte Überbrückungskredite der KfW und wurden teilweise zurückgeführt. Parallel dazu wurde ein genehmigtes Kapital von bis zu 25 Milliarden Euro geschaffen, das weitere Kapitalmaßnahmen im Krisenfall ermöglichen sollte.
Reprivatisierung: Umsetzung der EU-Vorgabe bis 2028
Mit dem nun gestarteten Prozess wird die bereits 2022 angelegte EU-Vorgabe zur schrittweisen Rückführung in private Eigentümerstrukturen umgesetzt. Der Bund prüft verschiedene Wege: einen direkten Verkauf von Aktienpaketen, einen Börsengang oder eine Kombination aus beidem. Gesucht werden ausschließlich langfristig orientierte Investoren, die den Konzern als Ganzes erhalten wollen.
Interessierte Unternehmen können sich bis zum 12. Juni beim Bundesfinanzministerium melden. Laut übereinstimmenden Medienberichten sind mögliche Abschlüsse bis November geplant; parallel werde an einem Börsengang im Januar 2027 gearbeitet, über den der Bund weitere Anteile schrittweise und preisschonend veräußern könnte.
Uniper war während der Energiekrise eines der zentralen Unternehmen zur Sicherstellung der Gas- und Stromversorgung in Deutschland und wurde im Zuge der Krise durch die staatliche Stabilisierung vor einer existenziellen Schieflage bewahrt.
Im Rahmen der Stabilisierung wurde Uniper im Dezember 2022 durch eine Kapitalerhöhung in Höhe von 8 Milliarden Euro gestützt. Diese wurde ausschließlich vom Bund gezeichnet. Der Bezugspreis lag bei 1,70 Euro je Aktie. Zusätzlich erwarb der Bund weitere Anteile vom bisherigen Mehrheitsaktionär Fortum.
Die Finanzierung erfolgte über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF). Die Mittel ersetzten zuvor gewährte Überbrückungskredite der KfW und wurden teilweise zurückgeführt. Parallel dazu wurde ein genehmigtes Kapital von bis zu 25 Milliarden Euro geschaffen, das weitere Kapitalmaßnahmen im Krisenfall ermöglichen sollte.
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Mit dem nun gestarteten Prozess wird die bereits 2022 angelegte EU-Vorgabe zur schrittweisen Rückführung in private Eigentümerstrukturen umgesetzt. Der Bund prüft verschiedene Wege: einen direkten Verkauf von Aktienpaketen, einen Börsengang oder eine Kombination aus beidem. Gesucht werden ausschließlich langfristig orientierte Investoren, die den Konzern als Ganzes erhalten wollen.
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© IWR, 2026
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