5,4 Milliarden Euro verschenkt: Deutsche Haushalte schöpfen Einsparpotenziale bei Strom und Gas nicht aus
Strom: 22 Prozent im teuren Grundversorgungstarif – Differenz von 16 Cent pro kWh
Laut Bundesnetzagentur befinden sich noch 22 Prozent der deutschen Haushalte im Grundversorgungstarif ihres örtlichen Stromversorgers. Die Preisdifferenz zum günstigsten verfügbaren Stromtarif beträgt im Durchschnitt rund 16 Cent pro Kilowattstunde. Weitere 38 Prozent der Stromkunden haben zwar einen Laufzeittarif beim örtlichen Versorger abgeschlossen, zahlen aber immer noch rund 8 Cent pro Kilowattstunde mehr als beim günstigsten Marktanbieter. Hätten beide Gruppen in einen günstigeren Tarif gewechselt, wären im ersten Halbjahr 2026 rund 3,5 Milliarden Euro weniger an Stromkosten angefallen.
Gas: 1,9 Milliarden Euro Mehrkosten durch Tariftreue beim örtlichen Versorger
Beim Gas sind noch rund 16 Prozent der Haushaltskunden im Grundversorgungstarif – mit einem Preisaufschlag von durchschnittlich 4 Cent pro Kilowattstunde gegenüber dem günstigsten verfügbaren Gastarif. Rund 52 Prozent haben einen Laufzeittarif beim örtlichen Versorger gewählt, der im Schnitt noch rund 2 Cent pro Kilowattstunde teurer ist als das günstigste Marktangebot. In der Summe werden Haushalte mit Gasheizung und Vertrag beim örtlichen Versorger im ersten Halbjahr 2026 hochgerechnet rund 1,9 Milliarden Euro zu viel für Gas bezahlt haben.
Beim Gas sind noch rund 16 Prozent der Haushaltskunden im Grundversorgungstarif – mit einem Preisaufschlag von durchschnittlich 4 Cent pro Kilowattstunde gegenüber dem günstigsten verfügbaren Gastarif. Rund 52 Prozent haben einen Laufzeittarif beim örtlichen Versorger gewählt, der im Schnitt noch rund 2 Cent pro Kilowattstunde teurer ist als das günstigste Marktangebot. In der Summe werden Haushalte mit Gasheizung und Vertrag beim örtlichen Versorger im ersten Halbjahr 2026 hochgerechnet rund 1,9 Milliarden Euro zu viel für Gas bezahlt haben.
© IWR, 2026
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