Neue 2-GW-Klasse für Offshore-Wind: Siemens Energy baut Konverterplattform mit deutscher Wertschöpfung
Neue Generation von Offshore-Konverterplattformen mit deutscher Wertschöpfung
Über das System North Sea Connector 2 soll künftig bis zu 2 GW Offshore-Windstrom aus der Nordsee in das deutsche Stromnetz integriert werden. Die Konverterplattform wird nach Angaben von Siemens Energy überwiegend mit deutscher Wertschöpfung gefertigt. Die zur Meyer-Werft-Gruppe gehörende Neptun Werft und das belgische Unternehmen Smulders übernehmen die Fertigung der Plattformstruktur. Siemens Energy stattet die Plattform anschließend mit der Stromübertragungstechnik aus.
Rund 95 Prozent der Wertschöpfung des Siemens-Energy-Anteils sollen in Deutschland erfolgen. Die Transformatoren kommen aus Nürnberg, die SF6-freien gasisolierten Schaltanlagen aus Berlin. Siemens Energy erweitert derzeit seine Produktionskapazitäten an deutschen Standorten mit Investitionen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro.
Zusätzlich umfasst der Auftrag einen Servicevertrag mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren. Dieser beinhaltet geplante und ungeplante Wartungsarbeiten, IT-Services sowie technische Bereitschaften.
Neuer 2-GW-Standard für große Offshore-Windparks
Die Offshore-Konverterplattform soll rund 200 Kilometer westlich der Insel Sylt in der Nordsee installiert werden. Sie wandelt den von Offshore-Windparks erzeugten Wechselstrom auf See in Gleichstrom um, der anschließend über Seekabel an Land übertragen wird. In einer Land-Konverterstation im Raum Schwerin wird der Strom wieder in Wechselstrom umgewandelt und in das deutsche Übertragungsnetz eingespeist.
Die Plattform besteht aus zwei Hauptkomponenten: einem Stahlfundament (Jacket) sowie der darauf installierten technischen Plattform (Topside). Die Topside wird in Rostock-Warnemünde gefertigt und anschließend mit der Hochspannungstechnik ausgestattet. Das Fundament entsteht bei Smulders in den Niederlanden.
Die zunehmende Standardisierung auf 2-GW-Systeme soll künftig eine effizientere Planung und Umsetzung großer Offshore-Windprojekte ermöglichen. Durch höhere Übertragungsleistungen können größere Erzeugungskapazitäten über einzelne Netzanbindungen integriert werden.
Zukunft: Offshore-Ausbau erhöht Anforderungen an Netzinfrastruktur
Mit dem weiteren Ausbau der Offshore-Windenergie steigen die Anforderungen an die Netzinfrastruktur. Leistungsfähige HGÜ-Systeme sollen künftig eine zentrale Rolle dabei übernehmen, große Strommengen über lange Distanzen effizient zu übertragen und in das Stromsystem zu integrieren.
„Der Ausbau der Offshore-Netzanbindungen gehört aktuell zu den anspruchsvollsten Aufgaben der Energiewende – vor allem in dem Tempo, das jetzt gefragt ist“, sagte Tim Holt, Mitglied des Vorstands von Siemens Energy.
50Hertz-CEO Stefan Kapferer verwies auf die Bedeutung der heimischen Fertigungskapazitäten für die Umsetzung der Offshore-Netzanbindungen. „Es beweist, dass heimische Werften beim Bau von Offshore-Plattformen mittlerweile wettbewerbsfähige Angebote abgeben können“, sagte Kapferer.
Die Offshore-Konverterplattform soll rund 200 Kilometer westlich der Insel Sylt in der Nordsee installiert werden. Sie wandelt den von Offshore-Windparks erzeugten Wechselstrom auf See in Gleichstrom um, der anschließend über Seekabel an Land übertragen wird. In einer Land-Konverterstation im Raum Schwerin wird der Strom wieder in Wechselstrom umgewandelt und in das deutsche Übertragungsnetz eingespeist.
Die Plattform besteht aus zwei Hauptkomponenten: einem Stahlfundament (Jacket) sowie der darauf installierten technischen Plattform (Topside). Die Topside wird in Rostock-Warnemünde gefertigt und anschließend mit der Hochspannungstechnik ausgestattet. Das Fundament entsteht bei Smulders in den Niederlanden.
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© IWR, 2026
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