Das Ende einer Dieselfähre: Scandlines treibt Elektrifizierung auf der Vogelfluglinie voran
Nach 45 Jahren: M/F Kronprins Frederik geht in den Ruhestand
Vor diesem Hintergrund hat Scandlines die M/F Kronprins Frederik nach 45 Dienstjahren außer Betrieb genommen. Das 1981 in Dienst gestellte Schiff absolvierte am vergangenen Wochenende seine letzte Reise von Puttgarden über den Großen Belt und Skagen in den dänischen Hafen Esbjerg. Dort wird die Fähre an das auf Schiffsrecycling spezialisierte Unternehmen Smedegaarden A/S übergeben.
Die M/F Kronprins Frederik war zunächst zwischen Korsør und Nyborg auf dem Großen Belt im Einsatz. Ab 1997 fuhr sie für Scandlines zunächst als Passagier- und Frachtfähre auf der Route Rostock–Gedser und zuletzt als reine Frachtfähre zwischen Puttgarden und Rødby. Im Laufe ihrer Einsatzzeit beförderte das Schiff Millionen Passagiere, Fahrzeuge und Eisenbahnzüge.
The Baltic Whale: 10-MWh-Batterie ersetzt Dieselantrieb auf dem Fehmarnbelt
Den Verkehr der M/F Kronprins Frederik hat seit dem 10. März 2026 die neue Frachtfähre „The Baltic Whale“ übernommen. Das Schiff zählt nach Angaben von Scandlines zu den weltweit größten Fähren, die ausschließlich mit Ladestrom von Land betrieben werden können. Es wurde auf der türkischen Cemre-Werft gebaut und kostete rund 80 Millionen Euro.
Herzstück der 147,4 Meter langen Fähre ist ein Batteriesystem mit einer Speicherkapazität von 10 MWh. Die Batterien können während des Hafenaufenthalts innerhalb von rund zwölf Minuten geladen werden. Dafür hat Scandlines in Rødby eine Stromversorgung mit einer Leistung von 25 MW und in Puttgarden eine Ladeinfrastruktur mit einer Leistung von 15 MW errichtet. Seit Anfang Juli 2026 ist auch der neue Landstromanschluss in Puttgarden betriebsbereit.
Mit Ladestrom aus beiden Häfen kann „The Baltic Whale“ die 18,5 Kilometer lange Fehmarnbelt-Querung in rund 45 Minuten ohne direkte Emissionen zurücklegen. Das Schiff kann bei Bedarf auch im Hybridbetrieb fahren. Wird die Batterie nur in einem Hafen geladen, verlängert sich die Überfahrt im vollelektrischen Betrieb auf rund eine Stunde.
Die neue Fähre verfügt über rund 1.200 Lademeter und bietet Platz für 66 Frachteinheiten sowie bis zu 140 Passagiere. Lkw können sowohl auf dem unteren als auch auf dem oberen Fahrzeugdeck transportiert werden. Mit der Indienststellung steigt die Frachtkapazität von Scandlines auf der Route nach Unternehmensangaben um 27 Prozent.
Kurzstrecken werden zum Schlüsselmarkt für elektrische Fähren
Die Elektrifizierung des Fährverkehrs konzentriert sich derzeit vor allem auf kurze, stark frequentierte und planbare Routen. Regelmäßige Hafenaufenthalte ermöglichen es, große Schiffsbatterien mit leistungsfähigen Landstromanschlüssen zu kombinieren und während des Be- und Entladens nachzuladen. Auf diesen Strecken können batterieelektrische Fähren den Dieselantrieb zunehmend vollständig ersetzen.
Scandlines betreibt neben der neuen elektrischen Frachtfähre sechs Hybridfähren. Zudem investiert die Reederei in die Umrüstung weiterer Schiffe auf Plug-in-Hybridbetrieb und in die Ladeinfrastruktur der Häfen. Mit der Kombination aus Batterieschiffen, Hybridantrieben und leistungsfähigen Landstromsystemen gehört Scandlines damit zu den Vorreitern der Elektrifizierung im europäischen Fährverkehr.
Den Verkehr der M/F Kronprins Frederik hat seit dem 10. März 2026 die neue Frachtfähre „The Baltic Whale“ übernommen. Das Schiff zählt nach Angaben von Scandlines zu den weltweit größten Fähren, die ausschließlich mit Ladestrom von Land betrieben werden können. Es wurde auf der türkischen Cemre-Werft gebaut und kostete rund 80 Millionen Euro.
Herzstück der 147,4 Meter langen Fähre ist ein Batteriesystem mit einer Speicherkapazität von 10 MWh. Die Batterien können während des Hafenaufenthalts innerhalb von rund zwölf Minuten geladen werden. Dafür hat Scandlines in Rødby eine Stromversorgung mit einer Leistung von 25 MW und in Puttgarden eine Ladeinfrastruktur mit einer Leistung von 15 MW errichtet. Seit Anfang Juli 2026 ist auch der neue Landstromanschluss in Puttgarden betriebsbereit.
Mit Ladestrom aus beiden Häfen kann „The Baltic Whale“ die 18,5 Kilometer lange Fehmarnbelt-Querung in rund 45 Minuten ohne direkte Emissionen zurücklegen. Das Schiff kann bei Bedarf auch im Hybridbetrieb fahren. Wird die Batterie nur in einem Hafen geladen, verlängert sich die Überfahrt im vollelektrischen Betrieb auf rund eine Stunde.
Die neue Fähre verfügt über rund 1.200 Lademeter und bietet Platz für 66 Frachteinheiten sowie bis zu 140 Passagiere. Lkw können sowohl auf dem unteren als auch auf dem oberen Fahrzeugdeck transportiert werden. Mit der Indienststellung steigt die Frachtkapazität von Scandlines auf der Route nach Unternehmensangaben um 27 Prozent.
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© IWR, 2026
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