Rheinisches Revier im Wandel: RWE baut 236-MW-2-Stunden-Batteriespeicher in Hambach
236-Megawatt-Speicher in Hambach
Auf dem Betriebsgelände des Tagebaus Hambach, auf Höhe der Gemeinde Niederzier im Kreis Düren, errichtet RWE einen weiteren Batteriespeicher. Die bauvorbereitenden Arbeiten auf einer rund drei Hektar großen Fläche begannen Ende 2025, inzwischen sind die ersten der insgesamt 128 Lithium-Ionen-Batterie-Container angeliefert worden. Der Speicher soll über eine Leistung von 236 Megawatt (MW) und eine Kapazität von 470 Megawattstunden (MWh) verfügen; die Inbetriebnahme ist für 2027 vorgesehen. „Auch die Anlage in Hambach ist ein starker Partner von Wind und Sonne. Sie wird Ungleichgewichte im Stromnetz in Sekundenbruchteilen ausgleichen", ordnet RWE-Generation-CEO Nikolaus Valerius die Anlage in das wachsende RWE-Speicherportfolio ein. Der neue Großspeicher ist nicht die erste Energiewende-Anlage auf dem Tagebaugelände: RWE betreibt in Hambach bereits drei Solaranlagen mit einer Gesamtkapazität von rund 50 Megawatt (MWac) sowie einen kleineren, integrierten Batteriespeicher mit 4,1 MW und 8,1 MWh. Wenige Kilometer entfernt, im Bereich der künftigen Manheimer Bucht, baut RWE zudem einen Solarpark mit 14,8 MWac sowie einen weiteren Batteriespeicher mit einer Kapazität von 80 MWh.
RWE baut Speicherportfolio international aus
Der Speicherausbau in Hambach ist Teil einer umfassenderen RWE-Strategie: Weltweit betreibt RWE nach eigenen Angaben Speicher mit einer Gesamtleistung von 1,7 Gigawatt in den USA, Europa und Australien. Weitere rund 2,5 Gigawatt befinden sich nach Unternehmensangaben im Bau, davon rund 1,7 Gigawatt in Deutschland. Der Ausbau der Speicherkapazitäten ist laut Unternehmen integraler Bestandteil der RWE-Wachstumsstrategie.
Land NRW: Gigawattpakt treibt Strukturwandel voran
Bund und Land unterstützen die Transformation des Rheinischen Reviers mit bis zu 14,8 Milliarden Euro; bislang wurden nach Angaben des NRW-Wirtschaftsministeriums 708 Strukturwandelprojekte mit rund 3,1 Milliarden Euro an bewilligten Mitteln unterstützt. Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur besuchte im Rahmen einer Gigawattpakt-Tour Mitte Juli 2026 Unternehmen, die im Rheinischen Revier auf Erneuerbare Energien setzen, etwa eine Photovoltaikanlage des Eisenwerks Brühl und eine Biogasanlage des Agrar-Service von Meer in Euskirchen. Sie bezeichnete den Gigawattpakt als „eine echte Erfolgsgeschichte".
Speicherausbau nimmt bundesweit Fahrt auf
Der Ausbau von Batteriespeichern beschleunigt sich unterdessen bundesweit: Nach einer IWR-Auswertung des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur stieg die installierte Speicherleistung in Deutschland im ersten Halbjahr 2026 auf rund 18.483 Megawatt – ein Plus von rund einem Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bei der neu installierten Speicherkapazität lag Nordrhein-Westfalen im ersten Halbjahr 2026 mit rund 1.179 Megawattstunden bundesweit vorn, vor Bayern und Niedersachsen. Parallel zum Ausbau eigenständiger Großspeicher wächst zudem die Zahl von Hybridprojekten, bei denen Wind- oder Solarparks direkt mit Batteriespeichern gekoppelt werden, um Erzeugungsspitzen zwischenzuspeichern und Netzanschlüsse besser auszulasten. Ergänzend nimmt die Zahl netzdienlicher Speicher zu, die Netzengpässe entschärfen und Redispatch-Maßnahmen reduzieren sollen.
Der Speicherausbau in Hambach ist Teil einer umfassenderen RWE-Strategie: Weltweit betreibt RWE nach eigenen Angaben Speicher mit einer Gesamtleistung von 1,7 Gigawatt in den USA, Europa und Australien. Weitere rund 2,5 Gigawatt befinden sich nach Unternehmensangaben im Bau, davon rund 1,7 Gigawatt in Deutschland. Der Ausbau der Speicherkapazitäten ist laut Unternehmen integraler Bestandteil der RWE-Wachstumsstrategie.
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© IWR, 2026
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