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RENIXX-Quartalszahlen Q2 2026: Green Plains profitiert von US-Biokraftstoffförderung – Ormat hebt Prognose nach starkem Speicherwachstum an

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Münster – Die Berichtssaison der Unternehmen aus dem globalen Aktienindex für erneuerbare Energien, RENIXX World, geht weiter. Mit Green Plains und Ormat Technologies haben zwei weitere RENIXX-Unternehmen ihre Quartalszahlen für das zweite Quartal 2026 veröffentlicht. Während der US-Biokraftstoffhersteller Green Plains wieder deutlich in die Gewinnzone zurückkehrt, setzt Ormat den Wachstumskurs im Geothermie- und Batteriespeichergeschäft fort.

Beide Unternehmen blicken optimistisch auf die weitere Geschäftsentwicklung. Green Plains profitiert von der neuen US-Förderung für CO2-arme Kraftstoffe und verbesserten Ethanolmargen. Ormat hob nach einem starken Quartal die Prognose für das Gesamtjahr 2026 an.

Green Plains: Rückkehr in die Gewinnzone dank 45Z-Steuergutschrift
Der US-Biokraftstoffhersteller Green Plains erzielte im zweiten Quartal 2026 einen Nettogewinn von 67,1 Mio. US-Dollar nach einem Verlust von 72,2 Mio. US-Dollar im Vorjahresquartal. Das bereinigte EBITDA stieg von 16,4 Mio. US-Dollar auf 93,3 Mio. US-Dollar. Darin enthalten ist ein Beitrag von 58,7 Mio. US-Dollar aus der neuen US-Steuergutschrift nach Section 45Z für CO₂-arme Kraftstoffe. Der operative Cashflow belief sich auf 86,3 Mio. US-Dollar.

Der Umsatz sank dagegen um 19 Prozent auf 446,2 Mio. US-Dollar. Ursächlich waren geringere Absatzmengen nach dem Verkauf des Ethanolwerks in Obion (Tennessee). Gleichzeitig reduzierte Green Plains die Vertriebs- und Verwaltungskosten gegenüber dem Vorjahresquartal um 21 Prozent auf 21,7 Mio. US-Dollar. Die acht verbliebenen Ethanolanlagen erreichten im Berichtsquartal eine durchschnittliche Auslastung von 88 Prozent.

Green Plains will den verbesserten operativen Cashflow vor allem zum weiteren Schuldenabbau und zur Stärkung der Bilanz einsetzen. Das Unternehmen sieht sich dank höherer Ethanolmargen, verbesserter operativer Effizienz und der neuen 45Z-Förderung gut für die weitere Geschäftsentwicklung positioniert.

Ormat: Batteriespeicher werden zum Wachstumstreiber
Der Geothermie- und Batteriespeicherspezialist Ormat Technologies steigerte den Umsatz im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahresquartal um 10,6 Prozent auf 258,8 Mio. US-Dollar. Das bereinigte EBITDA legte um 6,9 Prozent auf 143,9 Mio. US-Dollar zu. Das bereinigte Nettoergebnis verbesserte sich um 6,5 Prozent auf 31,0 Mio. US-Dollar. Das ausgewiesene Konzernergebnis ging dagegen leicht auf 27,1 Mio. US-Dollar zurück, nachdem Ormat nicht weiterverfolgte Speicherprojekte abgeschrieben hatte.

Wachstumstreiber war insbesondere das Batteriespeichergeschäft. Die Umsätze dieses Segments stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 195 Prozent auf 42,8 Mio. US-Dollar. Auch das Geothermiegeschäft entwickelte sich positiv und profitierte unter anderem von der 2025 übernommenen Blue-Mountain-Anlage, einer verbesserten Produktion bestehender Kraftwerke sowie geringeren Abregelungen in den USA. Parallel treibt Ormat die Entwicklung von Enhanced Geothermal Systems (EGS) mit zwei Pilotprojekten und der neuen Ormega100-Technologie weiter voran.

Nach dem starken zweiten Quartal erhöhte Ormat die Prognose für das Gesamtjahr 2026. Das Unternehmen erwartet nun einen Umsatz zwischen 1,15 und 1,20 Mrd. US-Dollar sowie ein bereinigtes EBITDA zwischen 630 und 650 Mio. US-Dollar. Darüber hinaus verfügt Ormat über eine Projektpipeline mit 202 MW Stromerzeugungsleistung sowie Batteriespeicherprojekten mit einer Leistung von 497 MW beziehungsweise einer Speicherkapazität von 1.888 MWh in Bau oder Entwicklung.

© IWR, 2026


07.08.2026

 



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